Hochleistung für Fachanwendungen
Unter einer Rechenkernserver-Architektur versteht man einen zentralen Verbund von Hochleistungsservern, die Berechnungen durchführen, die aus fachlichen oder technischen Gründen nicht auf lokalen PCs durchgeführt werden sollen.
Motivation
- Methodik muss nur einmal implementiert werden, kann aber an viele verschiedene Applikationen angebunden werden.
- Die Frontends sind von der fachlichen Logik abgekoppelt und so auch von dafür notwendigen aufwändigen Prüf- und Genehmigungsverfahren.
- Bei Berechnungen mit großen Datenmengen, müssen diese nicht über weite Strecken durch Firmennetzwerke transportiert werden. Datenbanken können zentral angebunden werden und reduzieren so die Netzlast.
- Massenberechnungen, z.B. monatliche Portfolio-Bewertungen, können mit den gleichen Rechenkernen durchgeführt werden, die auch die Frontends bedienen. Das spart Aufwand bei der Erstellung der Software und vermeidet Abweichungen bei doppelter Implementierung.
- Zudem hilft es gerade im Bereich Banken und Rating den Basel II-Anforderungen gerecht zu werden. Zentral gespeicherte Protokolle und Software stellen sicher, dass für jede Berechnung das Ergebnis nachvollziehbar und reproduzierbar ist.
Lösungsansatz
Die von uns präferierte Lösung besteht aus verbreiteter, stabiler und portierbarer Software. SOAP als Schnittstelle ist ein weit verbreiteter und bewährter Standard, der sich in viele verschiedene Systeme integrieren lässt. Bibliotheken dazu gibt es in fast jeder Programmiersprache. Ein Webserver (z.B. Apache) nimmt die Anfragen entgegen und verteilt sie auf die Rechenkerne, die als Dienste auf den Servern laufen. Durch den Einsatz dieser Komponenten entsteht ein kostengünstiges System, da vieles als Open-Source zur Verfügung steht. Gleichzeitig ist es aber Praxis-bewährt und verlässlich. Zudem ist es auf viele Plattformen portierbar und passt sich so den Vorgaben des Kunden an.




